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Geschichte des Kosmonautenzentrum

Am 14. August 1964 wurde das Kosmonautenzentrum mit einem großen Kinderfest im Chemnitzer Küchwald eröffnet. In elfwöchiger Bauzeit hatten Wismut-Kumpel, Angehörige der Feuerwehr und  Arbeiter aus Bau- und Industriebetrieben geschaffen, was es vorher noch nicht   gab: Eine Kinderrakete, groß wie eine vom Typ "Wostok".  

Das noch unvollendete Objekt war ein Geschenk des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes der DDR an die Kinder. Anlass war das große Kinderfestival "5. Pioniertreffen" in Karl-Marx-Stadt. An den beiden Tagen des Festes erwarben 3.832 Kinder die begehrte Urkunde für einen simulierten Weltraumflug. Darüber hinaus fanden stündlich Führungen für Erwachsene statt.

 Nach der Übereignung des Objektes an die Stadt Karl-Marx-Stadt begann im Mai 1966 die kontinuierliche Arbeit in der Bildungs- und Freizeitstätte. Es wurden erste Mitarbeiter berufen, das Stammpersonal und weitere Arbeitsgemeinschaften für Schüler gegründet und erste Erfahrungen in kindgemäßer Betreuung von Besuchern mit interessanten Themen aus Weltraumforschung und Raumfahrt gesammelt.

Im Jahre 1967 wurde das Kosmonautenzentrum Mitglied der wissenschaftlichen Gesellschaft "Astronautische Gesellschaft", später "Gesellschaft für Weltraumforschung und Raumfahrt" (GWR). Als erster "richtiger" Kosmonaut besuchte im Oktober 1967 Andrijan Nikolajew die Einrichtung.

Mitglieder der Arbeitsgemeinschaften Astronomie und Meteorologie erbauten eine astronomische Station und eine Wetterstation. Eine Gruppe jugendlicher Mitglieder des Kosmonautenzentrums verfolgte im Sommer 1978 "rund um die Uhr" den gemeinsamen Weltraumflug von Waleri Bykowski und Sigmund Jähn am Bildschirm, in Funk und in Presse. Am 25. März 1979 wurde dem Kosmonautenzentrum der Ehrenname "Sigmund Jähn" verliehen. In den 80er Jahren besuchten jährlich bis zu 30.000 kleine und große Gäste aus dem In- und Ausland das Zentrum, um auf interessante Art Wissenswertes aus Weltraumforschung und Raumfahrt zu erfahren.

1980 besuchte Sigmund Jähn "sein" Kosmonautenzentrum zum ersten Mal. 1988 wurde das Kosmonautenzentrum umfangreich modernisiert. Durch Neubau, Rekonstruktion der Bausubstanz und zeitgemäße Neuausstattung - zu der auch ein neues Flugprogramm gehörte - schuf die Stadt die Grundlage für die weitere solide Arbeit dieser einzigartigen Bildungseinrichtung. Mit dem 01.01.1989 wurde das Kosmonautenzentrum eine selbständige Einrichtung des Amtes für Jugend und Familie der Stadt Chemnitz. Seit November 1993 arbeitet der Förderkreis Kosmonautenzentrum "Sigmund Jähn" Chemnitz e.V. mit dem Ziel, "... die weitere Entwicklung des Kosmonautenzentrums zu einer modernen und attraktiven Bildungs- und Freizeiteinrichtung für Kinder und Jugendliche zu fördern und mitzugestalten...".

 

  Im Jahr 2000 gab es grundlegende personelle Umbesetzungen im Team. Es wurde die Testhalle modernisiert, die Fassade erhielt einen neuen Anstrich.

 Am 1. Juli 2001 übernahm der anerkannte Träger der Freien Jugendhilfe " solaris Förderzentrum für Jugend & Umwelt gGmbH Sachsen" das Kosmonautenzentrum.

 Mit der Einweihung der vollautomatischen Wetterstation der Firma EPSa im Mai 2002 wurde eine neue Etappe der Wetterbeobachtung im Kosmonautenzentrum eingeleitet. Es ergaben sich damit auch viele neue Möglichkeiten der Projektarbeit zum Thema Meteorologie mit den Schulen. Im Jahre 2003 wurde das neue Flugvideo durch den Förderkreis an das Kosmonautenzentrum zur Nutzung übergeben. Die Umkleideräume des Stammpersonals wurden modernisiert. Im Juli 2004 erfolgte die Renovierung des Sanitärtraktes, der dabei auch behindertengerecht gestaltet wurde. Weitere personelle Ergänzungen ermöglichten den Ausbau der Angebote der außerschulischen Jugendbildung in Richtung Freizeit- und Erlebnispädagogik sowie Umweltbildung. Dazu zählen Sterngucker-Camps, Sinnes- und Niedrigseil-Parcours.

Mit einem großen Fest feierten wir am 28. August 2004 den 40. Geburtstag der Einrichtung. Als Ehrengäste begrüßten wir neben Sigmund Jähn und Waleri Bykowski auch den Oberbürgermeister unserer Stadt.

Seit Mitte des Jahres 2007 gehört der  Hochseilgarten in der Augustusburger Straße zum Kosmonautenzentrum.

Dort können Gruppen erlebnisorientierte Freizeitveranstaltungen erleben und Kurse zur Förderung der Gruppendynamik durchführen.

 Von Juni bis August 2007 wurde unsere Rakete grundlegend instand gesetzt.

 Seit August 2007 sind die Daten unserer Wetterstation direkt auf wetterstation-chemnitz.de abrufbar.

 Anlässlich des 30. Jahrestages der Namensgebung besuchte Sigmund Jähn wieder unser Haus.  Zum 45. Geburtstag im August 2009 wurde das Kosmonautenzentrum als erstes nichtrussisches Mitglied in den Russischen Kosmonautenverband aufgenommen. Am 14. Juni 2014 feierte die Einrichtung mit vielen in- und ausländischen Gästen ihren 50. Geburtstag. Neben Sigmund Jähn war der erste rumänische Kosmonaut, Dumitru Prunariu, zu Gast.

 

Am 31. Dezember 2016 fand vor vielen Hunderten Zuschauern der 40. Silvester-Modellraketenstart unserer AG statt.

  

Im Jahr 2017 wird der Umzug unseres Hochseilgartens ins Gelände des Kosmonautenzentrums abgeschlossen.

... (wird fortgesetzt!)